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Mutterkirche des Heiligen Andreas

Piazzetta Villani, Presicce

Rokoko-Fassade und Glockenturm

Die Mutterkirche ist dem Apostel Andreas und Mariä Himmelfahrt geweiht. Sie steht an der Stelle einer Pfarrkirche des 16. Jahrhunderts, die beim Erdbeben von 1743 beschädigt wurde. Der heutige Bau wurde in den 1770er-Jahren begonnen und 1781 vollendet – den Quellen zufolge nach nur achtzehn Monaten Bauzeit, finanziert von der Gemeinde und ausgeführt von örtlichen Handwerkern. Der Renaissance-Glockenturm des Vorgängerbaus blieb erhalten, sodass außen zwei Epochen unmittelbar zusammentreffen.

Die Fassade gehört zu den gelungensten spätbarocken Kompositionen von Presicce. Korinthische Pilaster führen den Blick zu einem reichen Giebelabschluss, der von mehreren Punkten des Ortes sichtbar ist. Im einschiffigen, kreuzförmigen Innenraum stehen neun Altäre. Die Seitenaltäre tragen feinen Stuck; Hochaltar, Balustrade, Taufbecken und Weihwasserbecken bestehen aus polychromem Marmor neapolitanischer Tradition. Holz- und Pappmachéfiguren zeugen von Volksfrömmigkeit und den künstlerischen Beziehungen zu Neapel.

Neben der Pfarrkirche fügt die kleine Totenkapelle eine ältere, intimere Schicht hinzu. Ihre unterirdischen Bestattungen wurden bis zum Ende des 19. Jahrhunderts genutzt; bei Restaurierungen kamen zudem Bögen und Malereifragmente früherer Bauten aus dem 15. und 16. Jahrhundert zum Vorschein. Draußen vervollständigt die barocke Andreassäule das Andachtsensemble: Der Schutzpatron erhebt sich über Figuren der Kardinaltugenden.

Lage

Mutterkirche des Heiligen Andreas

Piazzetta Villani, Presicce

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